Montag, 13. Januar 2014

Meine Gedanken zu "Ein ganzes halbes Jahr"

Gestern habe ich begonnen dieses Buch zu lesen und seither lässt es mich einfach nicht mehr los. Ich frage mich ob ich als Mutter die Kraft hätte meinem Kind bei der aktiven Sterbehilfe zur Seite zu stehen oder ob ich alles mir menschenmögliche tun würde um es von seinem Vorhaben abzubringen.

Würden meine Eltern mir so einen Wunsch erfüllen oder würden sie um jeden einzelnen Tag feilschen so wie es Mrs. Traynor tut? Wahrscheinlich eher zweiteres.
Wie würde es mir gehen, wenn ich durch einen Unfall nicht mehr einfach nur im Rollstuhl sitzen würde, sondern komplett gelähmt wäre? Was würde ich empfinden? Wäre ich immer noch die, die ich jetzt bin? Würde ich so leben wollen? Ganz ehrlich ich weiß es einfach nicht und ich möchte es auch niemals rausfinden!!! Wahrscheinlich würde ich auch erst mal in ein verdammt großes schwarzes Loch fallen.
Aber hat nicht jeder Mensch das Recht über sein Leben und auch über seinen Tod selbst zu bestimmen, so weit es ihm möglich ist? Ich denke schon!

Jojo Moyes hat eine sehr feinfühlige Art über dieses Thema zu schreiben und wirft nicht mit Fachchinesisch um sich wenn es um die Behinderung von Will geht. Was es dem Leser leicht macht im Buch voran zu kommen. Und Lou ist meiner Meinung nach eine sehr starke Frau, auch wenn sie öfter mal das Gegenteil von sich denkt, die versucht Will zu zeigen, dass das Leben trotz des Rollstuhls lebenswert sein kann. Und was noch viel wichtiger ist, sie behandelt ihn schließlich wie einen Mensch und nicht wie ein rohes Ei. Und genau das ist es was Will im Grunde möchte!

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